Innovation & Forschung

Innovation & Forschung

DAKO forscht und entwickelt, um Zukunftstechnologien voranzubringen und die Umwelt zu schonen

SMART MULTI-USE LOGISTIK

Logo SMART MULTI-USE LOGISTIK

Explodierende Paketsendungszahlen und Logistik-Konkurrenz durch Versandriesen auf der einen Seite, sinkende Zeitungsabozahlen und schrumpfende Geschäftsbereiche auf der anderen: Sowohl Kurier-, Express-, Paket(KEP)-Dienstleister als auch Medienlogistiker stehen unter enormem Druck, am Markt zu bestehen. Einen möglichen Ansatz bilden unternehmensübergreifende Kooperationen zur Bündelung von Verkehren. Dafür bedarf es digitaler Lösungen, um Touren effizient zu planen und den Übergang der Sendungsdaten zu koordinieren und zu dokumentieren. Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt SMART MULTI-USE LOGISTIK (SML), das in Zusammenarbeit mit KEP-Dienstleistern und mitteldeutschen Medienlogistikern eine kooperative Logistikplattform mit dynamischer Tourenplanung und offenen Nutzerschnittstellen für die CO2-optimale Zustellung entwickeln will.

Der Kooperationsansatz bietet zum einen Chancen für Medienlogistiker, ihre Geschäftsbereiche zu erweitern und auch am überregionalen Paketgeschäft teilzuhaben, zum anderen können KEP-Dienstleister Touren einsparen, indem Paketsendungen direkt mit der Zeitung oder Briefpost zugestellt werden. Herausforderung ist die heterogene existierende Systemlandschaft mit geschlossenen Prozessketten, die sich in KEP-Unternehmen und Sendungsplattformen etabliert haben. Für Kooperationen müssen Daten aber an jeder Stelle des Zustellprozesses transparent übergeben werden können. Diese Aufgabe soll von einer zentralen Systemplattform übernommen werden, die neben der Vernetzung der beteiligten Logistiksysteme auch für die zentrale Optimierung über Unternehmensgrenzen hinweg verantwortlich ist.

Damit soll es möglich werden, alle Prozesse von der Sendungserstellung im Webportal über den Eingang im Lager bis hin zur Zustellung inklusive mobiler Auftragsabwicklung und Routing unternehmensübergreifend einheitlich abzubilden und zu planen. Dabei kommen zukunftsweisende Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz zur Anwendung. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen bei allen Kooperationspartnern und gebündelte Hauptläufe sorgen zusätzlich für eine deutlich verbesserte Umweltbilanz.

Das Projekt startete im Mai 2020 und wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsprogramms „IKT für Elektromobilität: intelligente Anwendungen für Mobilität, Logistik und Energie“ unterstützt.

Das Konsortium besteht neben Konsortialführer DAKO aus fünf Medienlogistikunternehmen (DDV Mediengruppe, Leipzig Logistik GmbH, MZZ Briefdienst GmbH, Mediengruppe Magdeburg, FUNKE Logistik), dem Paketdienstleister United Parcel Service Deutschland S.à.r.l. & Co OHG (UPS), dem Pharmalogistiker OPTI-TRANS sowie den Thüringer Hochschulen Friedrich-Schiller-Universität Jena und Fachhochschule Erfurt.

SMART LOGISTICS for Locals

Logo Forschungsprojekt SLL

Ein virtueller Marktplatz, auf dem lokal ansässige Händler und Dienstleister lokal ansässigen Kunden ihre Produkte, Speisen und Dienstleistungen vollständig digital anbieten, verkaufen und nach Hause liefern lassen können, ist die Idee des Forschungsprojekts SMART LOGISTICS for LOCALS (SLL). Menschen, die vor Ort leben, unterstützen so über ihre Konsumentscheidung direkt den Bestand und die Weiterentwicklung der Angebotsvielfalt in ihrer Stadt. Und bei lokal ansässigen Logistikdienstleistern, die die bestellte Ware nach Hause bringen, können die Lieferprozesse über eine höhere Tourenauslastung nachhaltiger gestaltet werden. Kern von SLL ist die digitale Unterstützung der gesamten Wertschöpfungskette, von der Bestellung bis zur Auslieferung an die Haustür.

Vor allem kleine Einzelhändler und Dienstleister haben oft nicht die erforderlichen Ressourcen zum Aufbau eines eigenständigen Angebots oder erreichen aufgrund des Wettbewerbsdrucks im E-Commerce nicht die nötigen Umsätze für eine entsprechende Kostendeckung des Onlinegeschäfts.

SLL möchte mit der Schaffung eines digitalen Marktplatzes inklusive Shop-Systemen sowie der Bereitstellung eines Digitalisierungspakets lokalen Händlern, Dienstleistern und Gastronomen den Einstieg in das Onlinegeschäft erleichtern. Neue digitale Vertriebswege sowie der Zugang zu logistischen Strukturen sollen die lokalen Anbieter stärken und erweiterte Entwicklungschancen eröffnen.

Auf dem Marktplatz, der die lokal ansässige Händlerstruktur virtuell abbildet, können sich die Anbieter mit ihrer Produktpalette präsentieren und mit ihrer Kundschaft über Kommunikationstools in direkten Kontakt kommen. Die angebotenen Produkte werden nach Bestellung der Endkunden abgeholt, kommissioniert und schließlich gesammelt am nächsten Tag zugestellt. So kann beispielsweise der wöchentliche Lebensmitteleinkauf mit regionalen Spezialitäten oder dem frischen Essen aus einem Restaurant kombiniert werden.

Das mobile Rückgrat des Projekts wird von einem lokalen Logistikdienstleister gestellt. Durch empirische Analyse der Kombinationsfähigkeit von Transporten aus praktischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht sollen Abhol- und Zustelltouren von Shop-Bestellungen mit dem Logistik-Stammgeschäft effizient verzahnt werden.

Die jeweils nötigen Hygieneanforderungen oder besondere Ansprüche (bspw. an die Temperatur der Ware) gehen in die digitale Tourenplanung mit ein. Für den Konsolidierungs- und Kommissionierungsprozess werden digitale Lösungen erarbeitet und in ein Depot-Mehrfachnutzungskonzept integriert. Darüber hinaus sollen Zusatzservices (Abendzustellung, definierte Zeitfenster) mit Blick auf Bestandstouren und Depotstruktur eruiert werden. Alle Neuerungen werden system-und anwendungsseitig real erprobt und aggregiert, bevor schließlich ein Vermarktungskonzept abgeleitet werden soll.

Am Projekt beteiligt sind neben dem Softwarehersteller DAKO GmbH das Verlagslogistikhaus FUNKE Logistik GmbH sowie lokale Händler und Gastronomen aus Jena und Erfurt.

KEP-COOP

Vor dem Hintergrund des stark wachsenden Paketaufkommens stehen KEP-Dienstleister vor der Herausforderung, Prozesse und Leistungen zu optimieren und effizienter zu gestalten. Dabei kommen immer mehr Subunternehmer zum Einsatz, um die erhöhten Paketmengen zu bewältigen. Durch heterogene (wenn überhaupt vorhandene) Softwaresysteme stellt dabei die Datenübergabe die beteiligten Akteure vor Herausforderungen.

Hier setzt die DAKO GmbH mit dem Forschungsprojekt KEP-Coop an. Ziel dabei ist es, den gesamten Logistikprozess angefangen von der Anlieferung im Zustellgebiet bis zur Dokumentation der erfolgreichen Zustellung komplett digital abzubilden, zu dynamisieren und zu unterstützen.

Eine besondere Herausforderung für das Vorhaben ist die integrierte Betrachtung einer kooperativen Zustellkette, die zusätzliche Anforderungen an Standardisierung und Flexibilität in der Lösungsfindung stellt. Um die Prozesskette zur Anbindung von Subunternehmern zu digitalisieren, entwickelt die DAKO in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern einen digitalen „Zwilling“ des Sendungsstücks. Über die digitale Abbildung der Sendung sollen alle Informationen jederzeit abrufbar sein, etwa Merkmale wie Gewicht, Größe, Zustellversprechen oder die Statuserfassung. So kann eine saubere Auftragsübergabe vom KEP-Logistiker an den Zustellpartner gewährleistet werden.

Aufbauend auf dem digitalen Paketabbild werden weitere Bausteine entwickelt, von der dynamischen Tourenplanung über die IT-basierte Verladeplanung und Echtzeit-Tourensteuerung bis hin zur IT-gestützten Zustellung und der Statusrückspielung vom Subunternehmer an den KEP-Dienstleister. Im Ergebnis soll ein digitales Unterstützungssystem mit Standards für die KEP-Logistik entstehen, das den reibungs- und lückenlosen Datenaustausch zwischen KEP-Dienstleistern und Subunternehmen ermöglicht.

Das Projekt läuft von September 2020 bis Februar 2023 und wird vom EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.

Für die wichtigen Praxiserfahrungen in der KEP- und Medienlogistik arbeitet die DAKO GmbH im Projekt mit den langjährigen Partnern United Parcel Service Deutschland S.à.r.l. & Co OHG (UPS) und FUNKE Logistik GmbH zusammen. Die Prozessbausteine werden am Beispiel der Kooperation zwischen UPS und FUNKE sowie gemeinsam mit ihrem Feedback entwickelt, erprobt und optimiert.

Logo Forschungsprojekt KEP-Coop

SMART DISTRIBUTION LOGISTIK

Die Themen Klimaschutz und nachhaltige Transportkonzepte motivieren die DAKO, Elektromobilitätsprojekte im Bereich Nutzfahrzeuge voranzutreiben. Aufbauend auf den Ergebnissen des Projektes SMART CITY LOGISTIK beleuchtete die DAKO deshalb gemeinsam mit weiteren Partnern im Folgeprojekt SMART DISTRIBUTION LOGISTIK die Organisation der gesamten elektromobilen Verteilkette am Beispiel der Medienlogistik. Das Projekt wurde im April 2020 erfolgreich abgeschlossen.

Die Branche der Medienlogistik befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch und strukturiert im Zuge dessen auch ihre Geschäftsprozesse grundlegend um. In diesem Spannungsfeld ermöglicht der Einsatz elektrisch betriebener Fahrzeuge die Optimierung der Zustellprozesse. Das Projekt SMART DISTRIBUTION LOGISTIK verfolgte deshalb das Ziel, eine lernfähige IKT-Systemplattform zu entwickeln, über die in Feldversuchen der Einsatz von mindestens 40 Elektrofahrzeugen für die Zustellung von Zeitungen, Werbematerialien und Post in drei gemischten Flotten geplant, gesteuert und ganzheitlich optimiert wird. Die intelligente Systemlösung soll dabei die TCO (Total Cost of Ownership) der Fahrzeuge und speziell der Elektrofahrzeuge senken, so dass diese ab dem ersten Einsatzjahr wirtschaftlich sind.

Nach der erfolgreichen Bewerbung im Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität III“ des Bundeswirtschaftsministeriums hat das Konsortium unter Leitung der DAKO im Mai 2017 seine Projektarbeit aufgenommen und damit verbunden eine Förderzusage in Höhe von ca. 4 Millionen Euro zur Umsetzung der Entwicklungsidee erhalten. Das Gesamtvolumen des Projekts umfasst knapp 7 Millionen Euro.

Das Projektkonsortium blickt auf eine erfolgreiche dreijährige Entwicklungszeit zurück und kann Ergebnisse sowohl aus Perspektive der Entwicklungstätigkeit als auch mit Blick auf die während der Projektlaufzeit realisierten Verwertungsbestrebung vorweisen. Die Entwicklungsergebnisse werden diesbezüglich in einem eigenständigen Produkt vereint am Markt angeboten. So kann ein breiter Nutzerkreis aus dem Bereich der Logistik von den Optimierungsfunktionen und insbesondere dem TCO-basierten Bewertungsmodell für einen wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen profitieren. Darüber hinaus erfolgt die Weiterentwicklung der geschaffenen Lösung im Nachfolgevorhaben SMART MULTI-USE LOGISTIK.

Neben DAKO besteht das Konsortium aus vier weiteren IT- und Logistikunternehmen (Sächsische Zeitung GmbH, LVZ Logistik GmbH, EPSa Elektronik & Präzisionsbau Saalfeld GmbH, eLOG Systembetrieb GmbH) sowie den Hochschulen Friedrich-Schiller-Universität Jena und Fachhochschule Erfurt.

icap

Ein guter Fahrer spürt während der Fahrt, wenn die Gewichtsverteilung der Ladung ungünstig ist und der Zug deshalb unruhig läuft. Ist das Gleichgewicht zu weit gestört, wird er gezwungen anzuhalten und die Beladung zu korrigieren. Auf dieses Gespür muss der vollautonome Transport zukünftig verzichten. Um die Potenziale der autonom fahrenden Fahrzeuge trotzdem voll nutzen zu können, ist die Automatisierung und ganzheitliche Digitalisierung des Frachtprozesses notwendig.

In Vorbereitung auf das autonome Fahren hat die DAKO GmbH bereits jetzt diese Herausforderungen in den Fokus genommen. Das Forschungsprojekt ICAP hatte das Ziel, die Gesamtheit aller Prozessschritte im Logistik- bzw. Frachtprozess digital abzudecken und miteinander zu verknüpfen.

Gemeinsam mit Projektpartner HAVI Logistics GmbH war ein Demonstrator in Form eines Trailers mit entsprechender Sensorik geplant, mit dem die entwickelten IT-Module im Tagesgeschäft der Foodlogistik erprobt werden können. Zunächst ging es um die Echtzeiterfassung der Daten aus dem Frachtraum, inklusive Transportgut und Sicherungsmittel mittels Sensorik. Dies bildete die Basis für eine digitale dynamische Belade- und Tourenplanung, in die umfangreiche Faktoren einflossen, z.B. Bestellware und Warenrückfluss, kundenspezifische Zeitfenster, Lenk- und Ruhezeiten, optimale Ladeflächennutzung, Fahrzeugwahl und Konzepte zur Frachtraumaufteilung, etwa nach Temperaturzonen. Unabhängig von autonom fahren­den LKW könnten die entwickelten Funk­tionen der Systemplattform schon heute Frachtprozesse erheblich unterstützen und verbessern sowie für eine ganzheitliche Digitalisierung der Prozesskette sorgen. Das Projekt wurde im März 2021 abgeschlossen.

Mit der HAVI Logistics GmbH hat DAKO für das Projekt einen Praxispartner gewonnen, der eine ideale Forschungsumgebung für autonomes Frachthandling bietet. Einheitliche Lademittel, wie Gitterboxen und Euro­paletten in Verbindung mit häufigen Tour-Stopps und konkreten Anforderungen an die Trans­portumgebung (Kühlzonen) wie in der Foodlogistik üblich stellen hohe Ansprüche an das zu entwickelnde System, das nach Abschluss des Projekts auch für weitere Logistikzweige skaliert werden kann. Das Projekt startete im April 2018 und läuft über 3 Jahre.

DCAP

In Europa sind nach Schätzungen ca. 500 Millionen Paletten und 10 Millionen Sperrstangen im Umlauf. Das ist nur ein Ausschnitt der Gesamtmenge an Ladehilfsmitteln, deren Zahl aufgrund des steigenden Transportaufkommens zudem ständig zunimmt. Die intransparente Bewe­gung der Ladehilfsmittel im Logistik-Ökosystem erschwert zusätzlich einen detaillierten Über­blick. Auch im Hinblick auf autonome Frachtprozesse hat sich die DAKO deshalb mit dem Forschungsprojekt DCAP zum Ziel gesetzt, eine vernetzte Narrowband-IoT-Systemlösung für das effiziente Tracking und Management von Ladehilfsmitteln zu schaffen.

Zu der schwer überschaubaren Verteilung und Bewegung der Ladehilfsmittel kommt noch die fehlende Sensibilität im Umgang mit diesen aufgrund ihres vergleichsweise geringen Einkaufswerts hinzu. Dabei ist die Beschaffung, Instandhaltung und der Einsatz von Ladehilfsmitteln für Logistik­unternehmen mit erheblichen und stetig wachsenden Investitions- und Folgekosten sowie mit hohem Organisationsaufwand verbunden. Bis vor kurzem war aufgrund der hohen Hardwarekosten der verfügbaren Technologien und einer fehlenden IT-Infrastruktur eine wirtschaftliche Ortung und Verfolgung von Ladehilfsmitteln kaum realisierbar.

Das hat sich mit der neuen Mobilfunktechnologie Narrowband Internet of Things (NB-IoT) geändert, die eine energieeffiziente Übertragung von kleinen Datenmengen erlaubt. Das NB-IoT liefert nun die technische Grundlage für die Entwicklung einer Systemplattform mit entsprechend angebundener Hardware, um Daten von Ladehilfsmittel effizient und wirtschaftlich zu erfassen und für Managementzwecke zu vernetzen.

Mit Hilfe der Plattform und der beinhalteten Datenbank lassen sich die Ladehilfsmittel und deren Bewegung im Logistik-Ökosystem beziffern und auswerten. Damit können auf Basis der tatsächlichen Einsatzdaten vollkommen neue Geschäftsmodelle und Ansätze für die Abrechnung der Ladehilfsmittel erarbeitet werden. Im Ergebnis soll so eine übergeordnete Systemlösung entstehen, in der alle Ladehilfsmittel hinterlegt, überwacht und mit Firmen und gefahrenen Touren in Kontext gebracht werden.

Gemeinsam mit dem Projektpartner FALCOM GmbH soll eine Sensorlösung entstehen, die im Logistik-Ökosystem von Praxispartnern erprobt und validiert wird. FALCOM liefert als namhafter Telematikhardware-Hersteller die notwendige Expertise für den Umgang mit NB-IoT-Hardware. Die erhobenen Einsatzdaten aus den Feldtests bilden die Basis für neue Abrechnungsmodelle, die gemeinsam mit dem Projektpartner allsafe GmbH & Co. KG erarbeitet werden.

Depot

Digitale Entwicklung, Produktion, Logistik und Transport im Rahmen der Luftfahrtindustrie

Als Vorreiter der Digitalisierung verfolgt die DAKO das Ziel, Unternehmen an allen Punkten der Lieferkette mit aussagekräftigen Daten und deren Vernetzung zu unterstützen. Viele Unternehmen schöpfen die Potenziale der Digitalisierung nur unzureichend aus. Und selbst gut vernetzte Prozesse hören meist an der Werksgrenze auf. Hier setzte die DAKO im Forschungsprojekt DEPOT mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung an, um aktuelle Planungs- und Zustandsinformationen überbetrieblich zugänglich zu machen und so die Transparenz des gesamten Warenflusses zu verbessern. Das Projekt wurde Ende 2020 abgeschlossen.

Bei der Planung und Optimierung modernster Produktionsketten steht die s.g. Estimated Arrival Time (ETA) stets im Fokus. Je genauer diese Prognose auf Grundlage von fundierten Daten gelingt, desto präziser lassen sich für alle Prozessteilnehmer – von den unterschiedlichen Lieferanten über die Transportunternehmen bis hin zum Endabnehmer – personelle und materielle Ressourcen planen. Bedeutende Schritte in Richtung der Verwirklichung einer vollständig transparenten Produktionskette wurden im DEPOT-Projekt unternommen. Die Expertise der DAKO machte sich dabei vor allem bei der Umsetzung des konkreten Trackings (GPS- gestützte Ablaufverfolgung) auf den Wegen zwischen Zulieferern und Airbus bemerkbar. Ebenso wurden flexible Lösungsansätze für die Nutzbarmachung von Schnittstellen zu den Softwaresystemen der Partner (wie bspw. SAP) entwickelt, die konkrete Anschlussmöglichkeiten für Folgeprojekte bereits jetzt greifbar machen. Nach den regulären drei Jahren Projektlaufzeit endete für DAKO die fruchtbare Zusammenarbeit mit den namhaften Kooperationspartnern im Forschungsprojekt zum 31.12.2020.

Projektpartner aus verschiedenen Bereichen bringen ihre Expertise in das Verbundprojekt ein. Neben der DAKO GmbH, die ihr Knowhow für die sinnvolle Verknüpfung der Datenströme von Outdoor-Ortungstechnologien und digitalen Tachografen im Projekt einsetzt, gehören folgende Unternehmen und Institutionen zum Verbund: SAP SE, Liebheer (LII), Diehl Aviations (AOA), die Favendo GmbH, das Fraunhofer IFF sowie die Technische Universität Hamburg (TUHH). Der Verbundführer ist die Airbus Operations GmbH. Das Projekt ist im Januar 2018 gestartet und läuft über drei Jahre.

Collage aus Turbine, LKW und Flugzeug - Projekt Depot

SMART CITY LOGISTIK

Die DAKO fördert kulturelle Projekte und die Landesentwicklung im regionalen Umfeld. Dazu gehören zukunftssichere Konzepte, die durch den Einsatz erneuerbarer Energien nicht nur der Kostenoptimierung dienen, sondern auch Umweltprobleme wie Luftverschmutzung und Lärmbelästigungen bewältigen.  Im Projekt SMART CITY LOGISTIK entwickelten wir gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine offene Systemplattform, die den effizienten Einsatz von Elektrofahrzeugen im innerstädtischen Lieferverkehr ermöglicht.

Das Thüringer Konsortium nahm, nach der erfolgreichen Bewerbung im Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität II“ des Bundeswirtschaftsministeriums, im Juli 2013 seine Projektarbeit auf und erhielt in diesem Zuge eine Förderzusage in Höhe von ca. 4 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre zur Umsetzung der Entwicklungsidee. Das Gesamtvolumen des Projektes umfasste knapp 7 Millionen Euro.

Im Ergebnis stehen Handels- und Logistikunternehmen u.a. auf elektromobilitätsspezifische Prozesse angepasste und auf einer Internet-Plattform vernetzte Dienste für bestehende IT-Logistiksysteme zum intelligenten Flottenmanagement zur Verfügung. Im Verlauf dieses Forschungsprogramms wurden neue Konzepte und Technologien für das Zusammenspiel von intelligenter Fahrzeugtechnik im Elektroauto (Smart Car) mit Energieversorgungs- (Smart Grid) und Verkehrssteuerungssystemen (Smart Traffic) auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entwickelt.

Das Konsortium bestand neben DAKO als Konsortialführer aus 5 Thüringer IT- und Logistikunternehmen (Navimatix, EPSa, eLOG, TVT, BTF) sowie der Fachhochschule Erfurt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

sMobilityCOM

Im Rahmen des Technologiewettbewerbs „IKT für Elektromobilität III”, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie engagierte sich DAKO im Forschungsprojekt sMobilityCOM. Über drei Jahre entwickelte die DAKO gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ein integriertes und vorausschauendes Lade- und Einsatzmanagement für e-mobilitätsbasierte PKWs bzw. Fahrzeugflotten.

Ziel des Forschungsprojekts war es, den Einsatz von Elektrofahrzeugen für ambulante Pflegedienste wirtschaftlicher zu gestalten. Hierbei sollten die Stromkosten für die Nutzung der Elektrofahrzeuge unter anderem durch den Einsatz von Eigenstromgewinnung aus z.B. PV-Anlagen maßgeblich gesenkt sowie Flotten- und Lademanagement und Monitoring digital unterstützt und so optimiert werden. Gemeinsam mit drei Anwendungspartnern aus der mobilen bzw. ambulanten Pflegedienstbranche wurden die Entwicklungen des Forschungsprojekts erprobt. Hierbei wurden die Pflegedienste umfangreich bei dem Aufbau und der anschließenden Steuerung der Elektroflotten von DAKO und anderen Projektpartnern betreut.

Im Ergebnis zeigte sich, dass in der Pflegebranche bereits heute ein wirtschaftlicher Einsatz auf allen Touren absehbar ist. Außerdem entwickelten die Partner aus den Ergebnissen des Projekts Leitfäden u.a. zu Einsatzkonzepten, intelligentem Energiemanagement und E-Fahrzeugauswahl, die Unternehmen beim wirtschaftlichen Einsatz von Elektrofahrzeugen unterstützen. Im Zentrum des DAKO-Teilprojekts im Projekt sMobilityCOM stand die Entwicklung einer IT-Plattform, die durch Vernetzung und Optimierung ein effizientes Zusammenspiel aus Fahrzeugen, Tourensteuerung und kostenoptimaler Energiebereitstellung am Standort ermöglicht.

sMobilityCOM versammelte die Expertise von sechs Projektpartnern, neben DAKO sind das die envia Mitteldeutsche Energie AG, die INNOMAN GmbH, das Fraunhofer IOSB-AST, die MCS MICRONIC Computer Systeme GmbH sowie die HKW-Elektronik GmbH. Konsortialführer des Forschungsprojektes war die INNOMAN GmbH.

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Kontaktfoto Alexander Rahtjen

Teamleiter Key Account Management

Alexander Rahtjen

    eMobilityCity

    eMobilityCity ist ein Netzwerk für integrierte Elektromobilität mit dem Ziel, Elektromobilität in Thüringen noch weiter voranzubringen. Umgesetzt werden soll dies durch die Entwicklung von Lösungen aus einer Hand für Lade-, IT- und Beratungssysteme sowie Fahrzeuge.

    Das Netzwerk hat nach erfolgreicher Bewerbung beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) im September 2015 seine Arbeit aufgenommen und eine Unterstützungszusage für die folgenden drei Jahre erhalten. Ziel ist es, in Erfurt 300 Fahrzeuge und 150 Ladepunkte zu installieren als auch konkrete Vermarktungs- sowie Betreiberkonzepte zu integrieren.

    Die Basis des Netzwerks und seiner Produkte bilden die Ergebnisse aus vorhergehenden Forschungen wie SMART CITY LOGISTIK und sMobilityCOM. Hinzu kommen künftig verschiedene Initiativen, die bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen unterstützen. Die eFlotten-Initiative und die eMobilitäts-Beratung sind die ersten beiden Initiativen. Damit werden Unternehmen, die mindestens fünf Fahrzeuge besitzen, mit Komplettangeboten aktiv angesprochen. Aber auch interessierte Unternehmen der Region werden von Fuhrpark- und Mobilitätsanalysen bis hin zum konkreten Umsetzungsvorschlag betreut und beraten.

    Netzwerkpartner sind Thüringer Akteure, welche die Elektromobilität im Raum Thüringen ebenfalls voranbringen möchten. Dazu gehören: die Bauhaus-Universität Weimar, DAKO, EcoLibro GmbH, eLOG Systembetrieb GmbH, EPSa GmbH, Landeshauptstadt Erfurt, Fachhochschule Erfurt, Fraunhofer IOSB-AST, Friedrich Schiller Universität Jena, HKW-Elektronik GmbH, IMMS GmbH, Navimatix GmbH, pwp-systems GmbH, SWE Energie GmbH, TAF mobile GmbH und die Technische Universität Ilmenau.

    SMART CITY LOGISTIK Kongress

    Der SMART CITY LOGISTIK Kongress ist ein praxisnahes Forum rund um Chancen und Herausforderungen der elektromobilen Logistik. Deutschlandweit ist der Kongress das erste Forum dieser Größenordnung, welches sich auf die Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich konzentriert.

    Mit diesem einzigartigen Format verfolgen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus den Projekten SMART CITY LOGISTIK und SMART DISTRIBUTION LOGISTIK das Ziel, die Akzeptanz und Entwicklung von Elektromobilität im Transport weiter voranzutreiben.

    Das ursprünglich aus den Ergebnissen des Forschungsprojekts SMART CITY LOGISTIK entstandene Forum bringt seit 2013 jährlich Forscher, Fahrzeugentwickler sowie Praktiker zusammen und beleuchtet unterschiedliche Aspekte des innerstädtischen Verteilerverkehrs. Im Fokus stehen der praktische Fahrzeugeinsatz, neue Fahrzeugkonzepte, unterstützende Technologien und Software sowie Ladetechnik.

    Zentraler Diskussionspunkt beim Kongress ist immer wieder die Frage, wie Elektronutzfahrzeuge wirtschaftlich eingesetzt werden können. Aber auch darüberhinausgehende Themen wie der nachhaltige Energieeinsatz und die Entwicklung von ganzheitlichen Logistikkonzepten wird diskutiert. Dabei kommen Hersteller, Anwender und Wissenschaftler in Fachvorträgen zu Wort, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Der Kongress beinhaltet ebenso ein Workshopangebot, in dem neue Ansätze für die elektromobile Logistik diskutiert und erarbeitet werden.

    Vor der Kulisse historischer Schlösser in Thüringen können die Teilnehmer außerdem eine große Auswahl von Elektrofahrzeugen vor Ort sowohl besichtigen als auch testen und nützliche Netzwerke aufbauen, um mit eigenen Projekten voranzukommen

    DAKO Kompass Logistik 4.0

    Publikum in der DAKO-Cafeteria beim 1. Kompass Logistik 4.0

    Nächste Veranstaltung der Reihe:

    Datum: 12. Oktober 2021
    Thema: Compliance

    Digitalisierung verändert unsere Welt nachhaltig und in immer kürzeren Intervallen. Auch für die Logistikbranche öffnen sich hier enorme Potenziale, die sich nicht immer auf den ersten Blick erschließen. Mit dem „Kompass Logistik 4.0“ möchten wir Interessierten einen konkreten Zugang zu Digitalisierungskonzepten eröffnen und Orientierung in zukunftsweisenden digitalen Anwendungen schaffen.

    In dem anwenderorientierten Forum bringen wir Digitalisierungs-Spezialisten mit Anwendern zusammen, um sich mit aktuellen Problemen aus dem Logistikalltag zu befassen. In Themenblöcken greift die Veranstaltung neue Entwicklungen für die Vernetzung auf.

    Dabei geben Experten für Digitalisierungsprozesse aus verschiedenen Branchen Einblicke in ihr Wirkungsfeld und stellen anwendungsnahe Best-Practice-Beispiele vor. Das integrierte Netzwerkangebot gibt allen Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit potenziellen Partnern auszutauschen und Impulse für ihr Unternehmen mitzunehmen.

    Mit der Veranstaltungsreihe haben wir uns das Ziel gesetzt, neue Konzepte der Vernetzung greifbar zu zeigen und eine Plattform für den digitalen Wandel zu bieten.