Förderzeitraum De-minimis 2021 startet - Die Änderungen zusammengefasst

Förderzeitraum De-minimis 2021 startet - Die  Änderungen zusammengefasst

Am 7. Januar beginnt die Antragsperiode für das Mautharmonisierungsprogramm De-minimis. Bis 30. September 2021 können Unternehmen im gewerblichen Güterverkehr mit schweren Nutzfahrzeugen Fördergelder beantragen. Die Unterlagen stellt das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) online auf seinem eService-Portal zur Verfügung. Darüber erfolgt auch die Antragsstellung.

Transportmanagement- und Telematik-Systeme weiter förderfähig

Grundsätzlich sind fahrzeugbezogene Maßnahmen, personenbezogene Maßnahmen als auch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung förderfähig. Zur Effizienzsteigerung sind Telematiksysteme also vom Maßnahmenkatalog abgedeckt.

Telematikplattformen wie TachoWeb machen den Betrieb von Transportunternehmen wirtschaftlicher, ökologischer und gesetzeskonform. Da der Einsatz von Telematik weitere Einsparungen für Transportunternehmen bedeutet, ist die Investition der Fördergelder in entsprechende Software empfehlenswert. Unser DAKO-Team berät Sie gern zur Förderung von TachoWeb über das De-minimis-Programm.

NEUIGKEITEN IM MAßNAHMENKATALOG

Ab der Förderperiode 2021 sind Beratungen zu automatisierungs- oder digitalisierungsbezogenen Fragen der Unternehmensführung förderfähig. Diese Angebote können wesentlich zur Effizienzsteigerung in Transportunternehmen beitragen und damit den Verbrauch von Ressourcen reduzieren. Dies umfasst beispielsweise Analysen

  • der Unternehmensprozesse,
  • bestehender Strukturen,
  • des Datenflusses und
  • der Systemlandschaft.

Auch Beratungen zur Cyber Security (bspw. um schadhafte E-Mails oder Cyber-Angriffe besser zu erkennen) u.ä. sind nun im Förderkatalog enthalten.

Ausgaben für den Umbau bzw. die Umrüstung eines ursprünglichen Dieselantriebs hin zu einem Erdgasantrieb (CNG), Flüssigerdgasantrieb (LNG) oder Autogasantrieb (LPG) sind ab 2021 nicht mehr zuwendungsfähig.

Antragsstellung bleibt unverändert

Nach wie vor gilt die 2017 eingeführte Budgetregelung. Unternehmen müssen sich im Antrag nicht auf konkrete Maßnahmen festlegen, sondern können Fördermittel im Rahmen des unternehmensbezogenen Förderhöchstbetrags (max. 33.000 Euro) bzw. 80 Prozent der Nettoausgaben beantragen. Hier ist die Anzahl der berücksichtigungsfähigen schweren Nutzfahrzeuge ausschlaggebend, die mit dem Fördersatz von bis zu 2.000 Euro multipliziert wird.  Stichtag für die Bezifferung der Fahrzeuge ist der 1. Dezember 2020. Im Zuwendungsbescheid erhalten Fuhrparkverantwortliche ein Budget bewilligt, das sie flexibel für förderberechtigte Maßnahmen einsetzen können.

Einen Überblick zu den Änderungen des Förderprogramms De-minimis gibt es auf der Internetseite des BAG.

De-Minimis 2021 – Kompakte Übersicht

Antragsfrist

7. Januar bis 30. September 2021

Antragsverfahren

  • Budgetzusage
  • Benennung konkreter Maßnahmen nicht notwendig

Förderhöhe

  • je schweres Nutzfahrzeug bis zu 2.000 Euro
  • unternehmensbezogener Förderhöchstbetrag 33.000 Euro

Stichtag Fahrzeugnachweis

1. Dezember 2020

Durchführung der Maßnahmen / Bewilligungszeitraum

ab Antragstellung bis spätestens fünf Monate nach Erhalt des Bewilligungsbescheids (bei Leasingverträgen gilt Abschluss als maßgeblich)

Nur für Leasingmaßnahmen:

  • Nachweis des Vertragsschlusses per Formblatt muss innerhalb der fünf Monate vorliegen
  • zusätzlich: Vorlage des Verwendungsnachweises bis 1. März 2022

Änderungen bei förderfähigen Maßnahmen

  • Beratungen zu Automatisierung und Digitalisierung förderfähig
  • Beratungen zu Cyber Security förderfähig.
  • Ausgaben für Umbau/Umrüstung von Diesel auf CNG, LNG oder LPG nicht mehr zuwendungsfähig
  • Den aktuellen Maßnahmenkatalog als PDF finden Sie hier