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Mindestlohnerhöhung auf 8,84 Euro pro Stunde ab Januar 2017

Die Mindestlohnkommission aus Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften entschied sich einstimmig für eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns um 34 Cent. Zum 1.1.2017 steigt die Lohnuntergrenze von derzeit 8,50 auf 8,84 Euro pro Stunde. Die Kommission legte dabei Tarifsteigerungen zugrunde, die seit Anfang 2015 wirksam wurden. Auch der jüngste Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes floss in die Festlegung mit ein, obwohl dieser noch nicht durch Auszahlung wirksam wurde. Entgegen der Gewerkschaftsforderung berücksichtigte die Kommission allerdings die aktuellste Tarifsteigerung in der Metall- und Elektrobranche nicht.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund zeigte sich mit der ersten Anpassung seit der Einführung des Mindestlohns zufrieden. Aus den Reihen des Sozialverbandes VdK kam allerdings Kritik. Die Erhöhung sei nicht deutlich genug, um für Vollzeitbeschäftigte den Lebensunterhalt zu sichern und den Aufbau einer angemessenen Alterssicherung zu ermöglichen. Der Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer, außer für Langzeitarbeitslose nach einer Arbeitsaufnahme in den ersten sechs Monaten. Azubis, Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktikum unter drei Monaten sind ebenfalls ausgenommen. Alle zwei Jahre entscheidet die politisch unabhängige Kommission neu über die Anpassung des Mindestlohns.

Quelle: http://www.faz.net

  

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